Die Bauarbeiten gehen weiter.

Archäologische Funde, eine darauf angepasste Architektur und eine lange Phase der erneuten Baugenehmigung haben die Sanierung des Florinsmarktes mehr als ein Jahr verzögert. Jetzt geht es weiter.

Mit dem Fund der spätantiken Kastellmauer im Frühjahr 2015 ergab sich eine neue Situation. Genau an dieser Stelle war eine hochwassersichere Wanne mit zwei Geschossen für Technik und Infrastruktur geplant. Die römische Stadtmauer stand mitten in dieser Planung. Aufgrund der Bedeutsamkeit des Fundes war die Landesarchäologie sehr daran interessiert, dass dieser Mauerteil mit der geplanten Architektur in Einklang gebracht und langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich wird. Dazu muss ein Stück der mittelalterlichen Stadtmauer entfernt werden.

Der Bauherr hat diese Planung nun umgesetzt, obgleich keinerlei Fördermittel für das Vorhaben zugänglich waren. Wir freuen uns sehr, jetzt endlich die nächsten Schritte in Richtung der Schaffung eines musealen, barrierefreien Ausstellungsraumes für die Kastellmauer gehen zu können. Diese wird in das Gesamtensemble um das Alte Kaufhaus, das Schöffenhaus und den Bürresheimer Hof am Florinsmarkt integriert.

Sind Sie neugierig, wie das fertige Ergebnis einmal aussehen könnte? Das nachfolgende Video gibt einen ersten Einblick in die Zukunft am Florinsmarkt.

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Jetzt schlägt’s 13 am Florinsmarkt

Im Sommer hatte der Augenroller einen Ausfall der Steuerung, wir berichteten darüber. Bei der Reparatur wurden zu den Stundenschlägen auch die Viertelstunden hinzugenommen. Die Koblenzer Gästeführer freuen sich darüber, denn nun können die vielen Besucher der Stadt bei den Führungen viermal so oft den Augenroller und seine Zunge bewundern, die im übrigen von vielen Passanten immer noch als verlängerungsbedürftig angesehen wird. Die Viertelstundenschläge haben aber noch eine andere Auswirkung. Da sich nur eine Glocke im Turm des Alten Kaufhauses befindet, schlägt diese erst im kurzen Takt die Viertelstunden und dann im längeren Abstand die Stunden. Wer das nicht genau versteht, der nimmt nur wahr, dass es in der Tat um neun Uhr morgens am Florinsmarkt schon dreizehn schlägt.

„Dreizehn schlagen“ ist bekanntlich eine alte Redensart für etwas, das nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Seltsam nur, dass sich seit einem halben Jahr darüber niemand bei uns beschwert hat! Jedenfalls nehmen wir das Thema für 2016 auf die Liste der baulichen Verbesserungen. So soll nach einer Glocke Ausschau gehalten werden, die sich vom Ton her für die Viertelstunden eignet und nicht nur zum eigenen Stundengeläut, sondern auch zu den Klängen der Kirchen Liebfrauen und St. Florin passt. Im Zeitalter von Funkuhr-gesteuerten Stundenschlägen ertönen sämtliche Glocken der Umgebung synchron, und schliesslich wollen wir keine schrägen Töne in der Altstadt. Wer noch eine passende Glocke im Keller oder auf dem Dachboden hat, kann sich gerne bei uns melden.

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Das Bistro öffnet seine Türen..

Vergangenen Samstag war die Eröffnung des Bistros im Dreikönigenhaus in Koblenz.

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Die Betreiberinnen Alona Schiffmann und Sandra Niebergall lockten mit einem Eröffnungsangebot von 5 € für ein vegan vegetarisches Buffet, welches allerlei Köstlichkeiten bot, wie z.B. Rohkostsalate aus Möhren und Sellerie, Linsen auf Zucchinistreifen, diversem Fingerfood und selbstgemachten Brotaufstrichen.

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Das Konzept des SoulFOOD Bistros lautet: regional, saisonal, vital. Die sorgfältig ausgewählten Produkte werden aus der Region Koblenz von Biobauern oder Familienbetrieben bezogen. Die Speisekarte wird von Tag zu Tag geändert, so dass für jeden etwas dabei ist.

Mehr erfahren Sie unter:

http://www.soulfood-koblenz.de/

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Der Einzug des ISSO Instituts im Dreikönigenhaus

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Diese Woche ist das ISSO Institut, sowie der Coworking Space, im Dreikönigenhaus eingezogen.

Das ISSO|lab ist das kreative Zentrum des ISSO Instituts und das Zuhause für eine alternative Gründer- und Nachhaltigkeitsszene in der Region Koblenz/Mittelrhein. Hier treffen sich Umweltinitiativen oder Kulturschaffende mit Betriebswirten, Designern und anderen interessanten Machern. Das ISSO|lab unterstützt Menschen und Teams, die mit ihrem Wirken einen Mehrwert für die Gesellschaft oder Umwelt schaffen möchten.

Mehr auf: http://www.issolab.de/

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Coworking ist eine Entwicklung im Bereich neuer Arbeitsformen. Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden arbeiten dabei zugleich in größeren, offenen Räumen und können auf diese Weise voneinander profitieren. Sie können unabhängig voneinander agieren und in unterschiedlichen Firmen und Projekten aktiv sein, oder auch gemeinsam Projekte verwirklichen und Hilfe sowie neue Mitstreiter finden.

Coworking Spaces´ stellen Arbeitsplätze zeitlich befristet zur Verfügung und ermöglichen die Bildung einer Community, diese wird natürlich durch gemeinsame Veranstaltungen, Workshops und viele weiterer Aktivitäten gestärkt.

Mehr Informationen zum Coworking im Dreikönigenhaus hier: http://www.issolab.de/coworking.html

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Buchstaben wieder montiert

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Im Alten Kaufhaus war viele Jahre das Mittelrhein-Museum untergebracht. Damit Besucher und Touristen es auch gefunden haben, hing an der Hauswand deshalb das Wort MITTELRHEINMUSEUM in großen Metallbuchstaben, vermutlich handgeschmiedet. Seit dem Auszug Mitte 2013 fragten viele Besucher, warum das Museum geschlossen war. Die Beschriftung musste also runter wegen Irreführung.

Die Metallbuchstaben wurden zuletzt vom Team der Veranstaltung RE:USEUM mitbenutzt, siehe weiter unten. Jetzt haben wir sie wieder anbringen lassen, da wir altes Baumaterial ja gerne retten. Allerdings blieb das Risiko der Irreführung. Also bekam die ausführende Firma den Auftrag, die Buchstaben etwas zu mischen. In einigen Tagen wird eine Hinweistafel die Sache erklären. Aus den Buchstaben ist also ein kleines Kunstprojekt im öffentlichen Raum geworden, zumindest für die Bauphase der kommenden Monate.

Gerne leben wir mit dem Risiko, dass jemand als Kommentar hinterlässt, wir hätten keine Ahnung von Rechtschreibung. So geschehen neulich mit dem Wort OIKONOMICS…

Grabungstiefe allmählich erreicht

Die Grabungen zwischen dem Bürresheimer Hof und der Stadtmauer haben mittlerweile das Niveau der Moseluferstrasse unterschritten. Über die gesamte Baugrube ergab sich ein recht gleichförmiges Bild aus dem Bauschutt früherer Jahrhunderte mit vielen kleinen Anteilen von Scherben aus Krügen, Töpfen oder Ofenkacheln, einigen Münzen, vielen Tierknochen, leider ohne komplette oder herausragende Fundstücke.

In der Baugrube muss mit hohem Aufwand Handarbeit geleistet werden, denn in der beengten Situation der Mauerecken ist kein schweres Gerät einsetzbar. Der Giebel des Bürresheimer Hofes liegt ordentliche 30 Meter über der Grube, was von unten schon ein wenig bedrohlich wirkt. Ein von Hand bedienter Mini-Kran bringt eimerweise den Aushub nach oben. Das dauert Stunden.

Nun geht es um die Bewertung der archäologischen Befunde. Diese wird in den kommenden Wochen vorgenommen. Dann wird sich zeigen, in welcher Weise die Planung an dieser Stelle umgesetzt werden kann, die zwei unterirdische gegen Hochwasser geschützten Technikgeschosse vorsieht und so die Infrastruktur für die darüberliegenden historischen Gebäude herstellen soll.

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Baugrube (1)

Re:Useum verwertet alles

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Die Wiederverwendung von Material – ob Baumaterial, Verpackungen oder Transportpaletten, ist zum großen Thema unserer Wegwerfgesellschaft geworden. Drei Tage lang haben jetzt Studenten aus Paris und Koblenz in einer Mischung aus Workshop und Festival kreative Entwürfe geschaffen, in denen die Transportpalette die Hauptrolle spielte. Zuvor waren vom Orga-Team Bar, Café und Crèpestand gebaut worden, damit auch die Versorgung stimmte. Zum Abschluss gab es noch Livemusik.

Beim Recyclen wurde alles genommen, was zu kriegen war. So entstand die Werbeskulptur vor der Florinskirche –siehe Bild –  mit den Original-Buchstaben vom Alten Kaufhaus, wo früher MITTELRHEIN MUSEUM dranstand. Gewinner des Preises von 500 Euro war das Team der Hochschule Koblenz mit einer Art „kommunizierenden Röhre“, die in Zukunft wahrscheinlich auf dem Gelände der Hochschule eingesetzt wird. Der Florinsmarkt hat in diesen drei Tagen jedenfalls wieder einmal einen Blick in die Zukunft gezeigt, wo kulturelle und auch experimentelle Veranstaltungen einen Ort finden sollen.

Turmfalke aus Turm gerettet

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Im Alten Kaufhaus hat ein Turmfalke heute viel Glück gehabt. Vermutlich war der Vogel auf nächtlicher Taubenjagd oben in den Dachstuhl eingedrungen. Dann wollte er auf dem Heimweg schauen, wie die Bauarbeiten in den Stockwerken unterhalb vorangehen. Schliesslich sind dort die Ecktürme am Alten Kaufhaus, und für einen Turmfalken liegt es beruflich nahe, Türme zu inspizieren. Leider fand der Raubvogel dann den Weg zur Dachluke nicht mehr und flatterte hilflos im Obergeschoss herum, denn alle anderen Fenster im Haus waren geschlossen und aus dem früheren Museumsbetrieb haben fast alle Fenster auch keinen Griff zum Öffnen.

Glücklicherweise kam der Hauseigentümer am Samstag vormittag dort zu Planungsarbeiten vorbei. Die Lage war schnell erkannt. Zunächst den Falken im kleinen Turmzimmer eingesperrt und ein Foto gemacht, dann ein großes Kippfenster zum Florinsmarkt geöffnet, mehrere Helfer versperrten die übrigen Flure. Das war einladend: Ohne den kleinsten Umweg flog der Falke ruhig zum geöffneten Fenster hinaus.

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Kurze Unpässlichkeit beim Augenroller.

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Der Augenroller musste am Mittwoch, dem 1. Juli, kurz zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Die Augen klappten noch, aber mit der Zunge ging nichts mehr. Die ist übrigens, wie viele Touristen bemängeln, ohnehin über die Jahre arg kurz geworden. Scherz beiseite, die Steuerung des Augenrollers war über ein oder zwei Tage ausgefallen. Das Läutewerk und parallel die gerne fotografierte Zunge machten keinen Mucks mehr. Also haben wir vorsorglich ein Hinweisschild aufgestellt, um die weltweit anreisenden Touristen zu informieren, und haben uns bei 35 Grad hinter dem Blechkopf an die Reparatur gemacht.

Die Steuerung ist einige Jahrzehnte alt und es liegen leider keinerlei Unterlagen vor, aber mit den vereinten Mechanik- und Elektronikkenntnissen von Marius Erdmann (technischer Gebäudemanager bei ISSO) und Martin Görlitz war die Reparatur tatsächlich möglich. Es kam sogar etwas zu viel des Guten heraus, denn jetzt machen Uhr und Zunge auch Viertelstundenschläge. Wenn es stört, können wir schauen, wie das abzuschalten ist.

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Vor kurzem auf dem Florinsmarkt:

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Ob hier gearbeitet wird können wir nicht sagen, aber in jedem Fall dominiert die digitale Welt über den realen Austausch. Zum Glück nähern sich die Bauarbeiten an unserem ISSO|lab im Dreikönigenhaus bald einem Ende. Dort gibt es ab diesem Sommer richtiges Coworking: live, in Farbe und 3D. Nicht alles passiert virtuell und online, das sehen viele Gründungsteams in der konkreten Projektarbeit. Wir schaffen daher den Raum und flexible Angebote um die eigenen Projekte umzusetzen. Am besten direkt informieren unter www.isso.de/lab oder telefonisch unter 0261-922013-11.

Hier sehen Sie unsere Büros für das ISSO|lab:

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JJ